08. März 2018

Schirmherrin für die Petition!

 Der Schlüssel für mehr soziale Gerechtigkeit in Deutschland liegt in der Bildung. Deshalb unterstütze ich als Schirmherrin die Petition für die Einrichtung eines Bildungsrates für Bildungsgerechtigkeit.
Wir brauchen ein kompetentes Gremium, das sich dieser für unsere Gesellschaft so wichtigen Frage systematisch annimmt.

Prof. Dr. h.c. Jutta Allmendinger Ph.D., Präsidentin des Wissenschaftszentrums Berlin für Sozialforschung (WZB) und Professorin für Bildungssoziologie und Arbeitsmarktforschung an der Humboldt-Universität zu Berlin.
Sie hat die Schirmherrschaft für unsere Petition übernommen. Wir freuen uns sehr über diese Unterstützung!

 

 

Die Merkzettel zum Download:  Merkzettel als PDF mit eingebetteter Link-Weiterleitung zur Petition. Geeignet zur Verschickung per Email als Anhang. Merkzettel als Bild zur Verschickung als Bild per Email.

 

05. Februar 2018

  Menschen unterschiedlicher Lebenswelten, sozialer Schichten und Herkünfte bleiben i.d.R. unter sich, weil sie sich nur dort verstanden und sicher fühlen. Kindergarten und Schule sind häufig die einzigen Orte, an denen sich die unterschiedlichen Welten und Bildungsstände begegnen. Ich selbst habe in meiner eigenen schulischen Laufbahn erlebt, was es heißt, nicht zur Welt der Bildungsbürger zu gehören und wie schwer es war, mein Potenzial zu entdecken und zu entfalten. In meinem späteren beruflichen Leben habe ich mich in der Schul- und Unterrichtsentwicklung engagiert, um Schulen zu bewegen, sich und ihren Unterricht so zu verändern, dass Schülerinnen und Schüler unabhängig von Herkunft und Potenzial den bestmöglichen Lernerfolg haben können. Als Leiterin von übergreifenden Schulentwicklungsprojekten und Schulversuchen habe ich erfahren, wie veränderte Schul- und Lernkonzepte die Lernentwicklung von Kindern fördern und Bildungschancen verbessern. Häufig behindern Veränderungen in der Schulpolitik und in der operativen Umsetzung durch die Schulverwaltung die Verstetigung von positiven Entwicklungen. 
Für die nachhaltige Entwicklung eines chancengerechten Bildungssystems brauchen wir:
– einen intensiven gesellschaftlichen Diskurs,
– die Expertise aus unterschiedlichen Wissenschaft und
– Erfahrungsgebieten,
– die Blickwinkel verschiedener Lebens- und Bildungswelten und
– eine Unabhängigkeit vom politischen Alltagsgeschäft, von
Legislaturperioden und von Eitelkeiten. 



 Ein unabhängiger nationaler Bildungsrat mit breiter Akzeptanz auf allen Ebenen ist „die Instanz“, die Leitlinien für ein zukunftsfähiges chancengerechtes Bildungssystem erarbeiten und Empfehlungen für die politische Umsetzung geben kann, um ein weiteres Auseinanderbrechen der Gesellschaft in Gewinner und Verlierer aufzuhalten. Die Wirksamkeit eines solchen Bildungsrates wird von der Akzeptanz, der personellen Zusammensetzung, der Arbeitsstruktur und der Kommunikation mit den formalen und politischen Entscheidungsgremien abhängen. Wir brauchen eine Institution, die gehört wird und Bildungsgerechtigkeit als eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe voranbringt.

Barbara Klüh Oberschulrätin (in Beurlaubung), in ihrem Kommentar zur Unterzeichnung auf change.org

 

02. Februar 2018

 Die Bildungschancen sind in Deutschland sehr ungerecht verteilt. Die Zukunft heutiger Kinder hängt weitgehend von ihrer sozialen Herkunft ab. Wir fordern darum die Berufung eines unabhängigen nationalen Bildungsrats, der Lösungen für dieses Problem vorbereiten soll. Wir werden die Politik am Maßstab der Bildungsgerechtigkeit messen.

Annemarie von der Groeben Dr. h.c., ehem. Didaktische Leiterin der Laborschule Bielefeld, Vorsitzende der Bildungsinitiative TABULA e.V. (Bielefeld) 

 

25. Januar 2018

Warum wir einen Bildungsrat fordern

Der Kölner Professor Benjamin Rott, Mitunterzeichner, hat im Blog von Jan Wiarda, der schon vor zwei Wochen mit etwas anderen Akzenten zum Bildungsrat geschrieben hatte, unser Anliegen noch einmal stark gemacht:
Zum Artikel im Blog von Jan Wiarda

 

23. Januar 2018

Der Verband Sonderpädagogik e.V. fordert ausdrücklich, bei der Weiterentwicklung des Bildungswesens die Verpflichtungen der Bundesrepublik Deutschland durch die UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen endlich in allen Bundesländern angemessen zu berücksichtigen. Deshalb gehören zu mehr Chancengleichheit und Bildungsgerechtigkeit unter Wahrung von Vielfalt und Wettbewerb ein durch alle Ländersouveräne abgestimmter Bildungsstaatsvertrag und ein Nationaler Bildungsrat mit ausreichender Beteiligung der Zivilgesellschaft, um die Selbstverpflichtung aus dem Beitritt zur UN-BRK endlich in die Tat umzusetzen.

Verband Sonderpädagogik e.V.in der aktuellen Pressemitteilung
zur geplanten Einrichtung eines Nationalen Bildungsrats

 

20. Januar 2018

Wir brauchen mehr positive Diskriminierung
Der Pädagoge und Bildungsforscher Hans Brügelmann über die Notwendigkeit von Bildungsreformen abseits der Verhandlungen zur Regierungsbildung.

Ein Interview von Jürgen Amendt in neues deutschland
Zum Artikel auf www.neues-deutschland.de

 

17. Januar 2018

 Wir benötigen die bestmögliche Bildung für ALLE. Wie diese dem Lernen Flügel verleiht, erlebe ich bei Kindern, Lehrkräften und Eltern als Sprecher der Jury des Deutschen Schulpreises: Diese professionsbewussten und professionell handelnden Schulen erkennen Vielfalt als eine bisher ungeahnte Chance, um multikulturelle und mehrsprachige Lernmöglichkeiten zu kreieren und nehmen die zukünftigen Erfordernisse einer gemeinsam heranwachsenden Generation wahr.

Dr. Michael Schratz
Prof. für Erziehungswissenschaft, Universität Innsbruck,
Sprecher der Jury des Deutschen Schulpreises

 

16. Januar 2018

Liebe Mitstreiter*innen für mehr Bildungsgerechtigkeit! 
Wir nähern uns den 3.000 Unterschriften – und wir werden jeden Tag mehr.

Vor allem aber: CDU/CSU und SPD haben in das Abschlusspapier ihrer Sondierungsverhandlungen u. a. folgende Versprechen aufgenommen:

„Wir wollen die Bildungschancen in Deutschland im gemeinsamen Schulterschluss von Bund und Ländern verbessern. Dafür wollen wir einen nationalen Bildungsrat einrichten. Wir werden eine Investitionsoffensive für Schulen in Deutschland auf den Weg bringen.“

Damit diese Absichtserklärung in den anschließenden Koalitionsverhandlungen nicht verlorengeht, müssen wir dranbleiben.
Wir streben deutlich mehr Unterschriften an, um unserem Anliegen möglichst großen Nachdruck zu verleihen.

Bitte unterschreiben Sie die Petition unter www.change.org/p/bundesregierung-bildungsrat-für-bildungsgerechtigkeit und machen Sie diesen Aufruf mit dem Link über Ihre persönlichen und beruflichen Verteiler weiter bekannt.

Wir brauchen ein Bündnis aller Engagierten, denen das Thema Bildungsgerechtigkeit am Herzen liegt, und wir brauchen eine überparteiliche Instanz, die mit ihrer Kompetenz und Autorität politisch wirksame Empfehlungen formulieren kann.

Darum unser Vorschlag für einen unabhängigen Bildungsrat mit Experten aus allen Bereichen:

  • Schulpraxis
  • Wissenschaft
  • Verwaltung
  • Wirtschaft
  • Zivilgesellschaft
  • und Politik

 

Wir freuen uns über die Veröffentlichung unseres Aufrufs:

Und über die Berichterstattung in der Presse:

 

Ein besonderer Dank gilt unseren Unterstützerinnen und Unterstützern für ihre persönlichen Stellungnahmen auf der Petitions-Seite und auf der Homepage:

Wie kaum ein Land leistet sich Deutschland immer noch ein Schulsystem, das auf der unterschiedlichen Verteilung von Chancen und Rechten basiert, das durch frühes Sortieren Talente verloren gehen lässt und das zutiefst sozial ungerecht ist.
Jede Studie seit über einem Jahrzehnt hält uns diesen Spiegel wieder vor: Schulerfolg ist abhängig von der sozialen Herkunft! Wir leisten uns immer noch eine ständische Klassengesellschaft in den Schulen wie im vorletzten Jahrhundert. Um das für die gesamte Republik zu ändern, kann ein Bildungsrat wichtige Impulse geben. Denn „Unsere Zukunft und die Zukunft unserer Bildung liegt vor allem in der Demokratiefähigkeit und der Gerechtigkeit von Schule gegenüber den Kindern und Jugendlichen!“ (Hildegard Hamm Brücher)

Christa Goetsch
Lehrerin, 2008 bis 2010 Senatorin der Behörde für Schule und Berufsbildung und
Zweite Bürgermeisterin in Hamburg

 

Ich unterstütze den Aufruf, weil es trotz der intensiven Bemühungen vieler Lehrerinnen und Lehrer nicht gelungen ist, die ungleichen Chancen auszugleichen, mit denen die Kinder aus verschiedenen Familien in die Schule kommen. Ganz offensichtlich müssen die Konzepte der gezielten Förderung benachteiligter Kinder und der Inklusion noch einmal gründlich überarbeitet und mit wissenschaftlichen Erkenntnissen überprüft werden. Ein nationaler Bildungsrat kann diese Aufgabe Übernehmen und mit seiner Autorität als neutrales und unabhängiges Beratergremium konkrete Empfehlungen für die Bundesländer und die Bundesregierung aussprechen.

Dr. Klaus Hurrelmann
Professor of Public Health and Education
Hertie School of Governance